Fitness Kraft

„Wer sich selbst alles zutraut, wird andere übertreffen.“
Chinesische Weisheit

Dehnung

Dehnung bezeichnet einen Zustand, bei dem der Muskel unter Zugspannung gesetzt wird. Dadurch soll eine Verbesserung der Beweglichkeit erreicht werden. Dehnübungen erzeugen einen Zug im Gewebe. Diesbezüglich wird in dynamisches und statisches Dehnen unterschieden.

Dynamisches Dehnen

Dynamisches Dehnen sind bewegte Dehnübungen. Dabei wird eine Dehnposition eingenommen, bei der der Muskel unter Spannung steht. Durch weiche, leicht federnde Bewegungen wird die Dehnung verstärkt und wieder gelockert.

Statisches Dehnen (Stretching)

Statisches Dehnen sind unbewegte/starre Dehnübungen. Dabei wird eine Dehnposition eingenommen, welche für mehrere Sekunden gehalten wird. Der Zeitraum kann von 10 bis 60 Sekunden variieren.

Dehnung gegen verkürzte Muskulator

Eine verkürzte Muskulator kommt durch einseitige Belastung zustande. Die Beweglichkeit bestimmt sich aus der regelmäßigen Beanspruchung. Wenn demnach bei einer Übung nicht der vollständige Bewegungsumfang genutzt wird, gewöhnt sich ein Muskel an diese halbe Bewegung. Ebenso wichtig ist das Training der Antagonisten. Wer beispielsweise nur Bauch sowie Brust trainiert und den Rücken auslässt, wird früher oder später nur noch vorgebeugt laufen können. Durch intensivstes Dehnen könnte man diese Dysbalance ausgleichen, würde aber mit anderen Problemen konfrontiert. Im Bodybuilding kann es schnell zu Muskelkater kommen, das bedeutet kleine, feine Risse im Muskelgewebe. Diese kleinen Risse muss man nicht immer mitbekommen. Wenn aber nun nach dem Gewichtstraining noch gedehnt wird, können diese kleinen feinen Risse regelrecht aufreißen. Neben anderen Gründen, ist das einer der Gründe, warum Dehnung zumindest an Trainingstagen nicht empfohlen wird.

Um einer eventuell verkürzten Muskulator durch Bodybuilding entgegen zu wirken, ist das regelmäßige Training von Agonisten und Antagonisten sowie ein kompletter Bewegungsradius bei den Übungen zu empfehlen. Wenn Dehnung, dann nur an trainingsfreien Tagen!

Dehnen vor oder nach dem Sport?

Vor dem Dehnen muss man sich aufwärmen. Ein kalter Muskel, der gedehnt wird, kann reißen. Demgegenüber steht das Dehnen nach dem Training. Ein trainierter Muskel, der anschließend noch intensiv gedehnt wird, kann überdehnen und damit ausleiern. Logische Konsequenz ist, dass vor dem Training erst nach der allgemeinen Erwärmung, durch Cardio-Übungen, gedehnt werden kann oder nach dem Training, wobei es dann nur leichte Dehnungen sein dürfen. Tendenziell bietet sich auch an, trainingsfreie Tage dafür zu nutzen, ebenfalls nach einer allgemeinen Erwärmung.

Budybuilding und Dehnung

Beim Bodybuilding muss man beachten, dass durch Dehnung Schnelligkeit und Maximalkraft reduziert werden. Durch Dehnung wird der Muskel gestreckt, das hat zur Folge, dass der Muskel für einen kurzen Zeitraum nicht mehr die volle Spannkraft besitzt. Er ist sozusagen zu locker, um seine ganze Kraft entfalten zu können. Darum auch das Dehnen eher an trainingsfreien Tagen oder an Trainingstagen, wo keine Maximalkraft oder Geschwindigkeit benötigt wird.